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Die Wechseljahre des Mannes

Und es gibt sie doch, die Wechseljahre des Mannes. Vor allem ist der Einfluss der Hormone auf den Mann wesentlich größer als man bisher annahm. Im Gegensatz zu den Wechseljahren der Frau, bei der die Wechseljahre mit dem Erlöschen der Eierstockfunktion beginnen (d.h. es werden direkt keine weiblichen Östrogene mehr in den Eierstöcken gebildet), verlaufen die Wechseljahre des Mannes anders, nämlich allmählich. Sie können früher oder später auftreten.
Wir gehen davon aus, dass in jungen Jahren das Zusammenspiel der Hormone, beeinflusst vom Nerven- und Immunsystem, ein wesentlicher Faktor für die biologische Balance und Gesundheit des menschlichen Körpers und der Seele ist. Mit dem Älterwerden entwickelt sich allmählich ein Absinken der meisten Hormone und ein gewisses Missmanagement der bisherigen hormonellen Balance im Sinne einer Dysbalance, mehr oder weniger. Dadurch stimmt die Kommunikation innerhalb des Hormonsystems und der betroffenen Organe nicht mehr und es kommt, auch durch die Einflüsse verschiedener anderer Prozesse, wie z.B. durch die Enzyme Telomerase und durch die freien Sauerstoffradikale, zum Älterwerden. Die Alterung beim Mann und bei der Frau zeigt sich zunächst durch Schlafstörungen, Faltenbildung, trockene bis extrem trockene Haut mit der Folge des ständigen Juckreizes, durch einen abnehmenden Sexualtrieb, chronische Schmerzsensationen (wie Rheuma). Depressionen, Zuckerkrankheit, Fettsucht, Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Parkinson, Alzheimer usw können die Folgen der hormonellen Dysbalance im männlichen und im weiblichen Körper sein.
Es ist mittlerweile erwiesen, dass eine individuelle Re-Balancierung der Hormone den Alterungsprozess verlangsamen kann und dadurch den Menschen länger gesund erhält, auch im Älterwerden. Wir wollen doch alle erreichen, dass die offizielle Bezeichnung „time of disorder“ (sprich Pflegebedürftigkeit) überhaupt nicht oder so kurz wie möglich am Ende des Lebens auftritt. Nennen wir die Wechseljahre des Mannes im Nachfolgenden die Andropause, wobei die Andropause auf keinen Fall mit der Midlife-Crisis verwechselt werden darf.
Krise kommt aus dem griechischen „krisis“ und heißt Entscheidung und impliziert eine Veränderung bzw. einen Wechsel- bzw. Wendepunkt im Leben. Die Midlife-Crisis ist im emotionalen Bereich zu sehen, d.h. die Eltern sterben, die Kinder verlassen das Elternhaus, es ist oft nicht mehr zu ertragen. Die Andropause beinhaltet ein permanentes Absinken der Hormone, was gleichzusetzen ist mit Abbau der Muskulatur und Aufbau vom Fettgewebe(Katabol = Abbau).
Für den Aufbau vom verstärkten Fettgewebe(Bauch, Hüfte, Brustregion) scheint vor allem mit dem Älterwerden ein zuviel an Kortisol (das einzige Hormon das im Alter ansteigt) und Östrogen das weibliche Hormon scheinen verantwortlich zu sein.
Gerade in diesem Alter, nehmen wir etwa 55 Jahre, fällt vielen Männern auf, dass sie trotz Sport und intensivem Training einen Bauch und einen Brustansatz bekommen, dass sie trotz Disziplinierung beim Essen und Trinken diesen Bauch behalten. Bei einigen entwickelt sich ein sogenanntes Metabolisches Syndrom, immer ein Alarmzeichen für kommende oder bestehende Herzkreislauferkrankungen einen sicheren Hinweis auf eine Metabolisches Syndrom bringt ein Bauchumfang von mehr als 120cm in Höhe des Nabels gemessen.
Das Metabolisches Syndrom beinhaltet eine hochgradige Verfettung um die einzelnen inneren Organen (viszerales Fett).
Ein Metabolische Syndrom hängt hauptsächlich mit bestimmten hormonellen Defiziten zusammen und ist behandelbar.
Ähnlich wie bei der Frau ist es für den Mann sinnvoll, in diesen Jahren seine Hormonwerte durch eine einfache Blutabnahme (10 ml) messen und interpretieren zu lassen.
Es geht gar nicht darum, Hormone zu verabreichen, da nur dann Hormone gegeben werden sollten, wenn sowohl von Seiten des Mannes Beschwerden bestehen und gleichzeitig ein Mangel an Hormonen durch die Laborwerte nachzuweisen ist.
Was können erste Zeichen für die Wechseljahre bzw. das Klimakterium des Mannes sein? Vor allem nimmt die sexuelle Lust bei 80 % der Männer in den Wechseljahren kontinuierlich ab, was viele Männer beschämt, ihnen das Gefühl gibt, kein richtiger Mann zu sein. Allein diese Vorstellung, immer weniger sexuell „seinen Mann zu stehen“, bringt den Mann häufig unter einen erheblichen psychischen Druck, wobei es noch häufiger zu partnerschaftlichen Problemen kommt, zu Schlafstörungen und einer allgemeinen Unruhe bis hin zur Depression.
Die früher genannte Impotenz, die heute erektile Dysfunktion heißt, hat sehr häufig mit einem Nachlassen bestimmter Hormone zu tun. Sie müssen sich vorstellen, dass es eine Balance zwischen den Östrogenen (= weiblichen Hormonen), Testosteronen (= männlichen Hormonen) und dem DHEA-S, einem Hormon aus der Nebennierenrinde, geben muss, um sowohl sexuelle Lust als auch die Fähigkeit zur Erektion zu haben bzw. wiederherzustellen.
Sie haben richtig gehört, dass ein Mann, genau wie eine Frau, weibliche Hormone benötigt. Insbesondere die weiblichen Hormone (Östrogene) sind die Voraussetzung für die männliche Potenz.
Es stellt sich die Frage, warum die Frauen im Schnitt länger leben. Die Männer sterben durchschnittlich 6 – 8 Jahre früher als die Frauen.
1. Die Sterblichkeit der Männer ist bis zum 25. Lebensjahr wesentlich höher als die der Frauen. In der Kindheit, Jugend und frühem Erwachsenenalter sind Unfälle als Todesursache bei Männern gegenüber Frauen wesentlich häufiger.
2. Etwa ab dem 70. Lebensjahr ergibt sich eine Differenz der durchschnittlichen Lebenserwartung zwischen Mann und Frau von 2,5 Jahren.
Hinzu kommt, dass Männer sehr viel seltener zum Arzt gehen als Frauen. Das Erkennen von Krankheiten macht vielen Männern Angst. Die Frauen stellen sich sehr viel häufiger der Kontrolle beim Arzt. Nur die Hälfte aller Männer nimmt im Vergleich zu Frauen an Krebsvorsorgeuntersuchungen teil.
Es ist so einfach, über eine simple Hormonuntersuchung und die entsprechende Interpretation der Hormone, durch einen hormonell-versierter Arzt/In bestimmt, das Gleichgewicht bzw. eine Ungleichgewichtung im hormonellen Zusammenspiel zu bestimmen, wobei eine Ungleichgewichtung durchaus Krankheitssymptomatiken verursachen kann, wie Depressionen, erektile Dysfunktion, Schlafstörungen, Herzattacken, Schweißausbrüche ähnlich wie bei der Frau, was vom Mann aber selten zugegeben wird, und eine erhebliche Veränderung der Körpersilhouette, wie vermehrt Aufbau von Fett trotz sportlicher Aktivitäten usw.
Das, was die Frauen schon seit mehr als 40 Jahren betreiben, nämlich die Kontrolle ihrer Hormone in den Wechseljahren und die Einnahme von Hormonen von außen, was ihnen eine erhebliche Verbesserung ihres Zustandsbildes bringt, sollten sich auch Männer zur Selbstverständlichkeit machen. Es wird sicherlich in den nächsten Jahren typische Männerärzte geben (Andrologen), die sich um die Gesundheit bzw. Krankheit des Mannes intensiver kümmern und den Mann nicht nur partiell, z.B. seine Prostata oder sein Herzkreislaufsystem sehen, sondern auch den Mann ganzheitlich sehen und dazu gehört eine individuelle Hormonauswertung und eine ganz ausführliche Befragung über das Zustandsbild und das bisherige Leben.
Sollte tatsächlich eine Hormonmangelsituation vorliegen, vergesellschaftet mit ausgeprägter körperlicher Symptomatik, so ist eine hormonelle Untersuchung wichtig und empfehlenswert. Erst kürzlich wurde über verschiedene universitäre Arbeitsgruppen klargestellt, dass die Einnahme von Testosteron (= männliches Hormon) bei einem Mangel an Testosteron eine erhebliche Verbesserung der Lebenssituation bringt.
Man geht davon aus, dass durch einen Mangel an Testosteron beim Manne ein hoher Blutdruck provoziert wird, Diabetes mellitus (= Zuckerkrankheit) und vor allem Herzkreislauferkrankungen.
Durch eine Harmonisierung der Hormonsituation, indem man extern männliche Hormone gibt (in der Regel natürliche männliche Hormone, mikronisiert, z.B. aus der Yams-Wurzel), ist eine Verbesserung der Symptomatik zu erreichen.
Bei Testosteron handelt es sich nicht um ein Wellness-Präparat bzw. eine Droge, sondern um eine ernstzunehmende Substanz, die bei Mangel durchaus eingesetzt werden kann aber nur durch den spezialisierten Arzt/In.
Es ist aber davor zu warnen, männliche Hormone einzunehmen, wenn genügend männliche Hormone vorhanden sind. In diesem Falle wäre es regelrecht ein Doping und absolut gegenindiziert bzw. gesundheitsschädigend für den Einzunehmenden.